SUPLEST | Swiss Made Premium Cycling Shoes

FINGERSCROSSED macht keine Kompromisse, wenn es um Design und Performance geht - ebenso wenig in der Zusammenarbeit mit Partnern und anderen Radfahrern weltweit. Wir sind Radfahr-Nerds. Wir saugen alles auf, was sich ums Radfahren dreht. Alles, was uns inspiriert, unseren Zielen näher zu kommen und schneller zu werden. Was uns auf dem Rad besser aussehen lässt und sich besser anfühlt.

Mit unseren Empfehlungen wollen wir leidenschaftliche Menschen featuren, die gute Produkte herstellen: entweder mit einem Fokus auf Technik, unschlagbarem Design oder leistungssteigernden Details. 


suplest shoes

Wir haben mit Daniel Balmer und Robert Gehrig gesprochen, den beiden leidenschaftlichen Radsportlern und Gründern von suplest.
suplest wurde 2007 im Kanton Bern, Schweiz, gegründet.

Was habt ihr Beiden vor der Gründung von suplest getan - wie ist euer Werdegang?

Robert – Vor der Gründung von suplest arbeitete ich als Grafik-Designer in einer Werbeagentur.

Daniel –Vor der Gründung von suplest arbeitete ich als Product Manager Road Bikes beim Schweizer Fahrradhersteller BMC

suplest

Was hat euch motiviert, suplest zu gründen - und was ist eure Vision?

Ganz klar ist es die Leidenschaft für's Fahrrad und für Schuhe, die wir zusammen teilen. Unsere Vision ist, dass wir weltweit die Schweizer Premium Fahrradschuh Marke werden.

Was bedeutet "suplest"?

Der Name suplest stammt vom französischen “souplesse” - eine äusserst effiziente Trainingsform, bei der mit kleinen schnellen Pedalbewegungen trainiert wird - sowie vom englischen “supple” = geschmeidig, flexibel, biegsam.



Ihr beschreibt eure Marke mit den Worten "Premium, Schweizerisch und Einfach" - was meint ihr mit diesen Worten konkret?

suplest ist nicht für Jedermann, suplest ist Premium. Unser Kunde hat Ansprüche. Und das zurecht. Er wählt sein Schuhwerk nicht zufällig und legt Wert darauf, mit Premium-Produkten unterwegs zu sein. Wir setzen nur die besten Materialien ein und engagieren die erfahrensten Hände für die Produktion.

Unsere Herkunft soll ein Versprechen sein. Weltweit. Schweiz = Qualität. Dieser Grundsatz wird vor allem von der Uhrenindustrie getrieben, aber auch von der Käse-, Schokolade-, Medizinal- und der Technologieindustrie. 

Wir geben unser Bestes, damit die Schweiz in Zukunft auch für hochwertige Radschuhe steht.

Und trotzdem wir sind einfach. Niemand mag es kompliziert. Erst recht nicht, wenn man sich auf seine Radtour konzentriert. Wir stellen die wichtigsten Funktionen bewusst in den Vordergrund und runden sie mit schönen Details ab. Und das nicht nur auf unseren Produkten, sondern überall, wo suplest vorkommt.

Ihr wollt "Spuren hinterlassen" und habt einen Bären als Logo/Icon gewählt... was macht ihn aus?

Eddy, der Bär, gehört zur Marke suplest. Er symbolisiert den Ursprungsort von suplest: den Kanton Bern. Der Bär steht aber auch für Kraft, Macht, Schnelligkeit, guten Jagdinstinkt und, er fühlt sich in jedem Terrain Zuhause. Nur seinen Winterschlaf teilen wir nicht mit ihm.

Was passiert während des Winterschlafs? 

Während Eddy den Winterschlaf geniesst, entwickeln wir weiter. Stets auf der Suche nach neuen Lösungen = nach dem perfekten Radschuh.



Ihr seid die wahrscheinlich kleinste Schuh-Manufaktur der Welt - wollt' ihr "klein" bleiben und wenn ja, warum?

Wir wollen unsere Exklusivität und die persönliche Note unserer Radschuhe bewahren wie auch die Preisstabilität. Ganz nach dem Emmentaler Motto, „klein und hochwertig“.

Wie managed ihr die sicher hohe Nachfrage nach euren Schuhen als Zwei-Mann-Team?

Wir bemühen uns, unsere Effizienz zu steigern und die Prozesse zu vereinfachen.

Wie kam eure erste Radschuh-Serie PROLOG (2008) bei den Menschen an?

Wie der Prolog im Strassenradsport das Fahrerfeld vorstellt, stellten wir im gleichen Sinne die suplest Prolog-Serie der Radsport Welt vor. Die kleine Serie kam sehr gut beim Sportler an.



Woher kam der Impuls, einen Schuh für Triathleten als auch einen Off-Road-Schuh zu produzieren? 

suplest will den gesamten Radschuh-Markt abdecken. Unsere Herausforderung ist mit wenig Modellen alle Segmente zu bedienen. Auch hier gilt unser Credo „klein und hochwertig“.



Was zeichnet euren Leisten aus - warum ist er so wichtig für den Schuh? 

Der ERGO 360° suplest Leisten wurde von uns entwickelt und bildet das Herzstück unserer Schuhe. Er ist so einzigartig und unverkennbar, dass er als Kennzeichen von suplest gilt.

Können die Leisten auch individuell angepasst werden wie bei einem Maßschuh für die Straße?

So kann diese Frage leider nicht beantwortet werden. Der Aufwand und die Kosten für die Herstellung eines einzelnen Leistens sind sehr hoch. Wir stellen keine Maßnfertigungen her.

Welchen Einfluss hat das Schließsystem am Schuh? (Ihr verwendet mal Reißverschluss, mal Schnürung, das Boa-System, auch in Kombination mit Velcro)

suplest wählt jeweils das passende Verschlusssystem nach der Anforderung des Radschuhs. Dabei verwenden wir möglichst viel das Boa® Verschlusssystem. Wir sind der Ansicht, dass Boa® das geeignetste Verschlusssystem für Radschuhe ist.

Wie ist der Entwicklungsprozess eines Schuhs oder eine Innovation bei suplest?

Dieser beginnt nicht selten auf einer Radtour, wo ich mir Gedanken zum Produkt machen und mich zugleich von der Natur inspirieren lassen kann. 

Diese Gedanken/Inspirationen versuche ich später aufs Blatt zu bringen. Bei der Edge/3 Kollektion waren dies hauptsächlich Gedanken zur Konstruktion, im Speziellen zur „Anatomic Wrap“ Konstruktion. 

Meine Motivation war eine Konstruktion zu entwickeln, die verschiede Fusstypen, d.h. Menschen mit einem tiefen oder hohen Spann (Rist) bedient, ohne Faltenbildung des Obermaterials beim Schliessen des Schuhs oder Druckstellen zu generieren. 

Ich fand es immer unangenehm, wenn sich die Zunge des Schuhs nach einigen Kilometern plötzlich auf die Seite verabschiedete und nicht an Ort und Stelle blieb. 

Anschliessend wird die Idee mit den Technikern besprochen und danach geht’s hinter die Finalisierung des Designs. Noch weit weg von Farben und Prints (Artworks) bauen wir mehrere Prototypen zum Testen. 

Glücklicherweise habe ich Schuhgrösse 42, welche auch gleich die Mustergrösse bei uns ist. Zum Schluss kommen noch Detailarbeiten hinzu wie Materialien, Farben, Artwork, Logos für Features, Verpackung usw.

Welche Rolle spielen die Athleten in der Entwicklung?

Sie spielen eine sehr wichtige Rolle, daher arbeiten wir mit Topathleten. Unsere Schuhe werden unter härtesten Bedingungen von den Athleten gefahren und geprüft. Ihre Erfahrungen fliessen direkt in unsere Entwicklung ein.

Warum nennt ihr eure Atheleten "suplest Ambassadore" - welche Message sollen sie in die Welt des Radsports tragen?

Sie verkörpern und repräsentieren unsere Kernwerte und tragen diese als suplest-Botschafter in die Welt des Radsports.

Den EDGE/3 Schuh gibt es seit 2015. Was ist so Besonders an ihm? 

Das Besondere sind folgende Key Features:

  • die anatomisch geformte Wrap-Zungenkonstruktion (Anatomic Wrap), 
  • das Carbon Shield, 
  • die Solestar Innensohle, 
  • das Boa® Verschlusssystem sowie 
  • das Obermaterial aus extraleicher, ultradünnen Mikrofaser.

Ab welcher Kilometeranzahl pro Jahr sollte man an das Tragen von suplest Schuhen statt normaler "von der Stange" denken?

Nicht die Kilometer-Zahl ist ausschlaggebend: Passform, Komfort, Exklusivität und das Design sollen im Vordergrund stehen.

Arbeitet ihr schon an einem EDGE Nachfolger?

Wir arbeiten laufend an Weiterentwicklungen mit dem Ziel, den Schuh auf den nächsten Level zu bringen.

Auf welche Innovationen dürfen wir uns jetzt schon freuen?

Das ist ein wohlbehütetes Geheimnis. Die Radwelt wird es erfahren, sobald wir soweit sind.

Und nicht zuletzt: was sind eure liebsten Bike-Touren in der Schweiz / Bern - welche Touren muss man gefahren sein?

Daniel – Die Schweiz eignet sich grundsätzlich zum Radfahren. Sei es auf dem Rennrad oder auf dem Mountainbike. Meine Lieblings-Rennradtour führt durch das schöne, hüglige Emmental. Sie führt von Burgdorf aus nach einer kleinen Steigung über den Kappeler nach Affoltern, wo die berühmte Schaukäserei steht, weiter über Sumiswald und zurück nach Burgdorf.

Robert - Start um 6.00 Uhr in der Früh, führt die Tour von Thun aus entlang des Thuner- und Brienzersees nach Meiringen. Dann geht’s via Rosenlaui/Schwarzwaldalp (Sehenswürdigkeit) hoch zur Grossen Scheidegg, anschliessend talwärts nach Grindelwald. Von da aus weiter entlang der Lütschine (Fluss) nach Interlaken wo es auf der anderen Thunersee Seite via Spiez zurück nach Thun geht.

Vielen Dank für das Interview, Robert und Daniel!